Kampf
um das Landesblindengeld wird 2009 fortgesetzt
Öffentliche Anhörung im Sozialausschuss des Landtages am 14.
Januar 2009
Mit einem
Weihnachtsgruß bedanken sich die Mitglieder des Blinden- und
Sehbehinderten-Vereins (BSVMV) dieser Tage beim Ministerpräsidenten des Landes,
Erwin Sellering, bei der Finanzministerin Heike Polzin und der Landesministerin für Soziales und
Gesundheit, Manuela Schwesig, sowie bei den
Mitgliedern des Landtages. „Wie intensiv sich die demokratischen Fraktionen mit
dem Landesblindengeldgesetz beschäftigen, zeigt uns die Tatsache, dass es noch
nicht dem ursprünglichen parlamentarischen Zeitplan entsprechend verabschiedet
wurde“, erläuterte Gudrun Buse, Vorsitzende des Blinden- und
Sehbehinderten-Vereins von Mecklenburg-Vorpommern. „Dafür möchten wir uns bei
allen Beteiligten bedanken.“
2009 geht für die
5.046 blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen im Land der Kampf um den
Erhalt des Landesblindengeldes in eine neue Runde. Am Mittwoch, dem 14. Januar
2009 findet dazu eine Anhörung im Ausschuss für Soziales und Gesundheit im
Schweriner Landtag statt. Bis dahin gilt es zunächst, einen aus 26 Fragen
bestehenden Katalog zu beantworten (siehe Anhang).
Seit Sommer 2008
kämpft der BSVMV mit zahlreichen Aktionen im Rahmen der Kampagne „Hände weg vom
Blindengeld“ für den Erhalt des Nachteilsausgleichs. Eine Abgeordneten-Umfrage
zum Blindengeld, eine Großdemonstration vor dem Schweriner Landtag und eine
Unterschriftenaktion, bei der sich 36.451 Bürger für das Landesblindengeld in
bisheriger Höhe ausgesprochen haben, gehörten zu den Aktivitäten des Vereins.
In ihm sind etwa 1.100 Mitglieder organisiert.
Die Landesregierung plant starke Einschnitte beim Landesblindengeld.
Demzufolge soll der monatliche Nachteilsausgleich von bislang 546,10 Euro um
beinahe 40 Prozent auf 333,00 Euro gekürzt werden. Das so genannte kleine
Blindengeld für hochgradig Sehbehinderte - derzeit 136,53 Euro - soll ebenfalls
um beinahe 40 Prozent auf 83,25 Euro reduziert werden.
Das
schönste Weihnachtsgeschenk machten sich die Mitglieder des
Landesblindenvereins bereits im Herbst dieses Jahres selbst, als sie fast
36.500 Unterschriften für den Erhalt des Nachteilsausgleichs an
Sozialministerin Manuela Schwesig vor dem Schweriner
Landtag übergeben konnten.
Ansprechpartner: Blinden- und
Sehbehinderten-Verein Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Landesvorsitzende: Gudrun Buse
Henrik-Ibsen-Straße 20, 18106 Rostock
T +49 381-77 89 80
M +49 162-194 10 58
Fragenkatalog
des Sozialausschusses des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern zur Anhörung
am 14. Januar 2009: „Gesetzentwurf zur Neuregelung des Landesblindengesetzes“
in Schwerin