
Übergabe der Unterschriften – ein
klares Votum für den Erhalt des Landesblindengeldes
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Unterschriften sind es geworden, die Vertreter des Blinden- und
Sehbehinderten-Vereins Mecklenburg-Vorpommern (BSVMV) am 21. Oktober an die
neue Ministerin für Soziales und Gesundheit, Manuela Schwesig
(SPD), übergeben haben. Hierzu waren über 50 selbst Betroffene und Mitglieder
unseres Vereins aus dem ganzen Land angereist und auf den Schlossplatz vor den
Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gekommen.
36.451 Unterschriften,
das sind 36.451 Menschen, die sich mit den Blinden und
hochgradig Sehbehinderten unseres Landes solidarisch erklären und für den
Erhalt des ungekürzten Landesblindengelds aussprechen. Mehr als sieben
Unterschriften kommen damit auf jeden Empfänger des Nachteilsausgleichs in
Mecklenburg-Vorpommern.
Es war die erste Begegnung zwischen den Blindengeldkämpfern und der Ministerin,
die erst seit dem 6. Oktober 2008 im Amt ist. Ihr Vorgänger Erwin Sellering (SPD), inzwischen Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern,
hat ihr mit den Plänen zur Kürzung des
Landesblindengeldes ein schwieriges Arbeitspaket hinterlassen. Nach der Übergabe
der Unterschriften stehen die Zeichen auf Dialog, denn schon für den 28.
Oktober 2008 um 17.00 Uhr wurde ein Gesprächstermin vereinbart.
Es war nur eine kurze erste Begegnung mit („der Neuen“) der Sozialministerin,
dennoch von großer Bedeutung, denn so die Vorsitzende des BSVMV, Gudrun Buse:
"Offenbar ist unser Anliegen ganz oben auf der Prioritätenliste angekommen.
Mit unserer heutigen Aktion konnten wir erneut ein unübersehbares Zeichen der
Stärke setzen. Wir danken allen, die mit ihrer Unterschrift dazu beigetragen haben.
Der Rückhalt ist überwältigend und bestärkt uns darin, weiterhin mit allen
demokratischen Mitteln für den Erhalt des Nachteilsausgleichs zu kämpfen.
Schließlich soll unser Recht auf gesellschaftliche Teilhabe nicht unter der
Rubrik "Sonntagsreden" abgeheftet werden."

Die Last
der Unterschriften von über 20 Kilogramm Papiergewicht musste von zwei Mitarbeitern
aus dem Sozialministerium weggetragen werden. Die weit größere Last, nämlich
die der 36.451 Voten , die gegen die Kürzungspläne der Landesregierung. Die für
den Erhalt des Landesblindengeldes und damit auch für „Hände weg vom
Blindengeld!“ sind, muss die Ministerin jedoch selbst tragen.
Bernd Uhlig
AG
Landesblindengeld