Blinden- und Sehbehinderten- Verein Mecklenburg-Vorpommern e.V.

 

 

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Tag der Gesundheit

Jedes zweite Jahr veranstaltet die Stadt Hagenow im September den so genannten Tag der Gesundheit. In diesem Jahr fand dieses Ereignis am 17.9. in der Otto-Ibs-Sporthalle in der Möllner Straße in Hagenow statt. Mitveranstalter war auch diesmal der Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt Hagenow.

Zu diesem Treffen werden sowohl kommerzielle Unternehmen, als auch Vertreter von Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz und Selbsthilfeorganisationen wie der Blinden- und Sehbehinderten-Verein Mecklenburg/Vorpommern
eingeladen. Daraus ergibt sich ein vielfältiges Bild von Ausstellern, die im Dienst der Gesundheit praktisch, prophylaktisch und beratend tätig werden.

Eröffnet wurde der Tag der Gesundheit um 14 Uhr durch eine Vertreterin der Hagenower Stadtverwaltung. Über den gesamten Verlauf der Veranstaltung wurden einige kleinere kulturelle Beiträge eingestreut, beginnend mit drei Auftritten der Tanz- und Ballettschule Schwabeck aus Schwerin und Hagenow in drei Altersgruppen.
Weitere kulturelle Beiträge bestanden in einer kleinen Damenmodenschau einer Hagenower Mode-Boutique und eines Vortrages von Akkordeonschülern der Musikschule Fröhlich.

Für das leibliche Wohl sorgten die Mitarbeiterinnen des Freizeithauses Hagenow mit einem opulenten Kuchen- und Tortenbuffet.

Im Laufe des Nachmittags suchte ich Ausstellungsstände, wie zum Beispiel den der AOK. Mecklenburg/Vorpommern, einen Hörakustikerstand und den einer Physiotherapie aus Hagenow auf. Auch Apotheken und Augenoptiker waren anwesend. Ein Test beim Hörakustiker ergab bei mir ein noch bestens funktionierendes Gehör.

Im Verlauf der Veranstaltung besuchte die SPD-Landtagsabgeordnete Frau Seemann und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hagenow den Stand des BSVMV, der durch die Gebietsgruppe Hagenow mit seinem Vorsitzenden, Herrn Herbert Helms vertreten wurde.

Unser Stand wurde von den Besuchern gut wahrgenommen. Das Informationsmaterial des DBSV fand reges Interesse und wurde von Interessenten reichhaltig mitgenommen.
Mit den ausliegenden Simulationsbrillen konnten sich Besucher über Auswirkungen von Makuladegeneration, diabetischer Retinopathie und allgemeiner Sehbehinderung experimentell informieren.
Einige weitere kleinere Hilfsmittel wie elektronische Lupe, sprachgesteuertes Diktiergerät, Handy mit Sprachausgabe, Einkaufsfuchs - ein Gerät zur Produkterkennung - und Daisy -Player gaben einen Einblick in die technische Vervollkommnung von Blindenhilfsmitteln.
Bei Kindern fanden vor allem Punktschriftmaschine und Punktschriftalphabet Zuspruch. Sie versuchten gleich ihren Namen unter Anleitung von Gabriela Etter mit Hilfe der Maschine zu schreiben.

Resümee:
Auch wenn in diesem Jahr die Publikumsresonanz insgesamt gesehen nicht so stark war wie bei Vorgängerveranstaltungen, glaube ich dennoch an einen guten Erfolg des Konzeptes eines Tages der Gesundheit in der Stadt Hagenow.

Wolf-Hagen Etter

 

BARRIEREN BEHINDERTER ÜBERWINDEN

Ein Bericht von Harald Schulz, SVZ Ludwigslust vom Aktionstag am Goethe-Gymnasium Ludwigslust am 14.4.2011, zitiert von Wolf-Hagen Etter

Ludwigslust. "Unvorstellbar, nicht sehen zu können" - der kerngesunden 19-jährigen Anna Serimov schaudert es vor dieser Tatsache, nachdem sie die Augenbinde gestern nach einem Ballspiel in der Sporthalle des Ludwigsluster Gymnasiums wieder abgelegt hatte. So wie die Heranwachsende erlebten 85 Mitschüler im Verlauf eines Aktionstages, wie durch Behinderung benachteiligte Menschen mit ihrem Alltag zurecht kommen.
"Die Aufklärer" zeigten gemeinsam mit der Ludwigsluster Ortsgruppe des Blinden- und Sehbehinderten-Vereins M/V, welche Höchstleistungen Behinderte in der Freizeit und bei der Arbeit zu leisten vermögen. Der dafür notwendige körperliche und geistige Aufwand, den versuchten die Schüler der Klassen 11 aufzubringen.
Es war gestern bereits das zweite Mal, dass solch ein Aktionstag am Goethe-Gymnasium stattfindet, berichtete Ramona Stein, Schulsozialarbeiterin am Gymnasium, die diesen Tag gemeinsam mit der Präventionsbeauftragten Kathrin Reuter organisiert hatte. Vor drei Jahren kam Frau Stein von der Regionalschule Grabow ans Gymnasium und erkannte, dass dort mehr als Lernen angesagt war. Sie schuf Workshops, die trotz dafür erforderlicher Nachmittagsstunden aktuell immer noch gern von Schülern aufgesucht werden.
"Dort werden viele soziale Konflikte gelöst, viel soziale Kompetenz geschaffen", weiß die Sport- und Geschichtslehrerin. Die Jugendlichen beschäftigte weniger die Behinderungen der Akteure, vielmehr interessierte, wie Blinde sich zurechtfinden, wie Querschnittsgelähmte Sport auf höchstem Niveau treiben können.
Antworten gab es u.a. von Heidi Lübcke aus Ludwigslust, die über ihr Leben mit ihrem 18.000 Euro teuren Blindenführhund informierte, der jedoch für die seit dem dritten Lebensjahr Erblindete weit aus wertvoller ist. Die Krankenkasse hat den Batzen Geld für den "Hindernisumgeher" gezahlt. Der weiße Stock dient hingegen als "Hindernisfinder".
Als frisch gebackener Deutscher Meister im Rollstuhl-Säbel-Wettkampf unterstütze der stark gehbehinderte Steffen Nordmann aus Rostock die Schüler beim Goal-Ball für Sehbehinderte. Rüdiger Rörst ist hingegen seit Jahren auf auf einen Rollstuhl angewiesen. Doch der Parchimer Landessportwart vom Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport (VBRS) in M/V tanzte mit Schülerinnen in atemberaubenden Tempo.
Und auch Jan Beckmann kennt als Roll-Nutzer keine Hürden, um Rollstuhl-Rugby oder Handbike-Rennen zu bestreiten. Für ihn gehört gehört Sport zum ganz normalen Alltag.
Der 17-jährige Merlin Hüsung war sichtlich erschöpft, als er nach einem Ballspiel aus dem Rollstuhl stieg und meinte "wenn Du da wieder raus steigst, bleibt was haften". Julian Weyer meinte, dass er sich "schon kleiner" fühlte, als er im Handbike saß. Der gleichaltrige Philipp Klein machte nicht nur mit, er koordinierte den Aktionstag.
Für ihn war die Nähe zu den Behinderten wichtig.
"Die Schüler sehen, dass Behinderung zum sozialen Miteinander im Alltag gehört. Die Barrieren müssen sich in den Köpfen gesunder wie behinderter Menschen auflösen. Solche Aktionstage stärken das Verständnis für einander und gegen Ausgrenzung", hofft Ramona Stein.

 

Stralsund ertasten - Blinde und sehbehinderte Besucher erleben Stadt und bedeutende Gebäude anhand von Tastmodellen

Blinden und sehbehinderten Besuchern stehen beim Besuch der Hansestadt Stralsund zahlreiche Tastmodelle zur Verfügung. Unsere Vereinsfreunde aus Stralsund haben folgende Übersicht über die vorhandenen Tastmodelle erstellt:

- Tastmodell der Altstadt vor dem Rathaus auf dem Alten Markt,
- im Rathaus,
- im Stadttheater,
- im Johanniskloster,
- im Heilgeistkloster,
- in der Jakobikirche,
- in der Nikolaikirche,
- in der Marienkirche,
- in der Katholischen Kirche "Heilige Dreifaltigkeit",
- im Kulturhistorischen Museum,
- im Meeresmuseum,
- im Ozeaneum.
 

Presse berichtete über Veranstaltung der GG anlässlich des 20-jährigen Bestehens

Blinde und Sehbehinderte ziehen Bilanz (Strelitzer Zeitung" vom 14.10.2010)

Neustrelitz (GR/KH):
Die Gebietsgruppe Neustrelitz des Blinden- und Sehbehinderten-Vereins M/V hat in der Inselgaststätte "Helgoland" Rückschau auf zwei Jahrzehnte Bestehen des Vereins gehalten. Nach begeistert aufgenommenen kulturellen Darbietungen von Kindern und Jugendlichen würdigte die Vorsitzende der Gebietsgruppe Karin Hütter das bis zum heutigen Tag Geleistete. Die Vorstandsmitglieder seien stets bemüht gewesen, niveauvolle Veranstaltungen zu organisieren. Ausdrücklich hervor hob die Vorsitzende den gemeinsamen Kampf gegen die Kürzung des Landesblindengeldes. Auch künftig werde sich Gebietsgruppe für das Wohl blinder und sehbehinderter Menschen einsetzen. Der Nachmittag klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus. Für ihre aktive Arbeit wurden Helga Sauer, Silke Leinweber und Marlies Bräuer sowie für ihre langjährige Mitgliedschaft Ilse Rohde und Reinhold Gertel mit Blumensträußen geehrt.
 

Am 21.10.2010 fand in der Gebietsgruppe Rostock eine Veranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens statt. In der Ostsee-Zeitung erschien am 23.10.2010 folgender Bericht:

"Zwei Jahrzehnte Arbeit für blinde Menschen (aus OZ vom 23.10.10)

Lütten Klein. Der Blinden- und Sehbehinderten-Verein Mecklenburg-Vorpommern, Gebietsgruppe Rostock, besteht jetzt seit 20 Jahren. Bei einem Treffen im Mehrgenerationenhaus in Lütten Klein haben die Mitglieder eine Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen, die sich vor allem darauf konzentriert Sehbehinderten und Blinden ein selbstständiges Leben zu ermöglichen und auf ihre Probleme in der Öffentlichkeit hinzuweisen. Die Rostocker Gruppe ist die größte im Landesverein. Sie hat zur Zeit etwa 140 Mitglieder. Viele ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder engagieren sich, um Betroffene und deren Angehörige zu beraten, die Öffentlichkeit über die besonderen Belange blinder und sehbehinderter Menschen zu informieren oder vielfältige Veranstaltungen für die Mitglieder zu organisieren."
 

"Hilfe in einer anderen Welt" ( aus Neubrandenburger Zeitung)

Kochen, Waschen, Aufräumen - Christa Schwarz hat ihren Haushalt noch weitgehend selbst im Griff. Das ist nicht selbstverständlich mit76 Jahren und schon gar nicht, wenn man blind ist. "Ich kenne keine andere Welt", sagt sie. Von Anfang an habe ihre Mutter sie zu Selbständigkeit erzogen, sie stark gefordert. Dass sie zu großen Teilen noch allein zurecht kommt, ist aber auch den vielen kleinen und großen Hilfsmitteln zu verdanken, die es für Blinde und Sehbehinderte gibt. In der Beratungsstelle des Blinden- und Sehbehindertenvereins am Blumenborn hält sich Christa Schwarz gern auf dem Laufenden, "was es so Neues gibt".
Sozialberaterin Adelheid Burmeister erklärte ihr in dieser Woche beispielsweise, wie das Daisy-Gerät funktioniert, ein "sprachgeführtes Wiedergabegerät, auf dem man CDs und MP3-Dateien abspielen kann". Christa Schwarz brachte bei der Gelegenheit gleich noch ein Problem zur Sprache. Sie brauche ein schnurloses Telefon mit Lautsprecher, denn wenn sie sich während des Telefonats etwas notieren wolle, brauche sie beide Hände, um die Blindenschreibmaschine zu bedienen.
Kein Problem, Adelheid Burmeister kümmert sich darum. Das tut sie schon viele Jahre. Bereits vor der Wende war sie beim Blinden- und Sehbehindertenverband beschäftigt, seit 20 Jahren berät sie Betroffene im Verein. "Vor der Wende lief vieles von Amts wegen. Heute müssen die Leute ihren Weg finden und da wollen wir helfen", sagt sie. Nicht nur für die rund 60 Mitglieder der Gebietsgruppe Neubrandenburg des Vereins, sondern alle Blinden und Sehbehinderten versteht sich das Büro am Blumenborn als eine Anlaufstelle. Adelheid Burmeister weiß aber, wie schwer es oftmals für Betroffene ist, den ersten Schritt zu tun, insbesondere für die, die nicht von Geburt an blind sind, sondern erst später ihre Sehkraft verlieren.
"Es fällt den Menschen schwer, solche Einschränkungen zu akzeptieren, aber es nützt nichts, sich deshalb zu isolieren, nicht mehr am Leben teilzunehmen", meint sie und erzählt von einem Mann, der durch Diabetes vor einigen Jahren erblindet ist und erst ganz verzweifelt war, dann aber wieder lernte, ein selbständiges Leben zu führen.
Oftmals seien es Angehörige, die sich zuerst an die Beratungsstelle wenden und denen der Verein ebenfalls Hilfe anbietet. Wer den Weg zu Adelheid Burmeister findet, mit dem spricht sie zunächst über seine Lebenssituation, prüft, ob er alle Anträge stellte, alle möglichen Befreiungen beantragt hat. Wenn nicht, hilft sie gern dabei. Außerdem informiert sie über diverse Hilfen.
Während Schablonen für Unterschriften heute schon die meisten Blinden im Portemonnaie haben und sich mit Markierungspunkten die Orientierung an Haushaltsgeräten erleichtern, gibt es auch immer wieder neue Angebote. Vermitteln kann Adelheid Burmeister Betroffene auch zu Schreibkursen für Blindenschrift, zu Mobilitätstrainern bei denen man zum Beispiel das Gehen mit dem Langstock trainieren kann, oder auch zu Ausbildern von Führungshunden. Und sie bietet Betroffenen an, gemeinsam etwas zu unternehmen.
Das Angebot hat auch Christa Schwarz gern angenommen, die erst 2008 nach Neubrandenburg gezogen ist. Sie besucht immer dienstags die Veranstaltungsnachmittage des Vereins am Blumenborn.
 

Veranstaltungen in den Gebietsgruppen

 

Veranstaltungen I. Quartal 2012 der Gebietsgruppe Rostock

Januar 2012

04. Januar Vorlesekreis

Februar 2012

01. Februar Vorlesekreis

März 2012

07.März Vorlesekreis

08.März Frauentag

21.März Lesung im Literaturhaus

24.März Vereinstag

Veranstaltungsplan der GG Neubrandenburg Januar - März 2012

03.01.2012      14.00 Uhr  Klönnachmittag / unser Lied: Und in dem Schneegebirge

10.01.2012      14.00 Uhr  Wissen zum Weitersagen „Kaum zu Glauben“, Frau Helbig

17.01.2011      14.00 Uhr  Musik – Herr Neuschäfer

24.01.2012      14.00 Uhr  Herr Linde liest Jagdgeschichten

31.01.2012      14.00 Uhr  Alles über häusliche Pflege

07.02.2012      14.00 Uhr  Sahnequark und Co – DDR Produkte

14.02.2012      14.00 Uhr  Frau Helbig liest Wladimir Kaminer

21.02.2012      14.00 Uhr  „Geselligkeit zur Faschingszeit“

28.02.2012      14.00 Uhr  Frau Schubert liest

06.03.2012      14.00 Uhr  Frau Stettin – Rentner Bravo

13.03.2012      14.00 Uhr  Rosa Luxemburg – Leben und Werk (Bibliothek)

20.03.2012      14.00 Uhr  Mitgliederversammlung

27.03.2012  14.00 Uhr  Max Raabe und sein Orchester – Frau Brandt

 

 

Anmerkung: Die Form, Texte und Inhalte dieser Seite basieren auf Informationen aus den Gebietsgruppen